11/20TH/2008: Demonstration against the conference of the interior ministers in Potsdam

ENGLISH / SERBO KROATISCH / FRANCAIS / DEUTSCHFLYER (+ARABISCH) (pdf)
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ENGLISH:
SAME RIGHTS FOR EVERYONE!
INTERNATIONAL DEMO
11/20TH/2008
5 PM / POTSDAM / PLATZ DER EINHEIT

Demonstration on the occasion of the conference of the interior ministers concerning the day of rights of children:

For the rights of a child of the UNO–Charta and the abolition of the obligatory residency
For the right and legalisation of residence

Unfortunately, the same rights for everyone are only an empty claim in Germany. The rights of a child from the UNO-charta do not account for refugees. Over 100.000 endured refugees have to live in fear of deportation for years, they can´t even leave their federal state, this is meant by obligatory residency.

It is time to act! |This is why we demand the conference of the interior ministers in Potsdam (November, 20.–21st) as well as the politicians of the Federal Republic of Germany on the occasion of the 49th anniversary of the signing of the rights of children in the United Nations:

– a right for residence for all – no matter if with documents or without;
– to completely realize the convention for human rights and the rights of children of the UNO in the the Federal Republic of Germany;
– to abolish the obligatory residency in Germany;
– the tear down fences and walls at the European boundaries,
– to open escape routes and to generousely accomodate people in misery.

FRANCAIS:
MÊMES DROITS POUR TOUS!
MANIFESTATION INTERNATIONAL
20.11.2008
17 H / POTSDAM / PLATZ DER EINHEIT

Manifestation pour la conférence des Ministères de l’intérieur lors du jour des droits de l’enfant:

Pour les droits de l’enfant de L’ONU
pour l’abolition de la loi résidentielle («Residenzpflicht»)
pour un droit de séjour et pour la régularisation

En Allemagne, l’égalité des droits n’existe que sur le papier. La charte des droits de l’enfant de l’ONU n’est pas appliquée pour les réfugiés. Plus de 100.000 personnes ont le «statut de tolérance » (Duldung). Ils ne doivent pas seulement vivre dans la peur permanente d’une expulsion, en plus ils ne peuvent pas quitter leur circonscription à cause de l’obligation de résidence («Residenzpflicht».)

Il est temps d’agir !|A l’occasion du quarante-neuvième anniversaire de l’avènement des droits de l’enfant, nous demandons aux responsables politiques, lors de la conférence des ministères de l’intérieur à Potsdam (20.–21. novembre), de s’engager à:

– un droit de séjour pour tous, avec ou sans papièr;
– la ratification complète de la charte des droits des
hommes et des enfants de l’ONU en Allemagne;
– la suppression de la loi résidentielle («Residenzpflicht»);
– l’abolition des clôtures et des murs autour de l’Europe et
– l’ouverture de chemins d’exode et l’accueil généreux des
personnes en détresse.

SERBO KROATISCH:
JEDNAKA PRAVA ZA SVE!
DEMONSTRACIJE MEDJUNARODNE
20.11.2008
17 H / POTSDAM / TRG JEDINSTVA

Demonstracije u vezi sa konferencijom ministara unutrašnjih poslova u Potsdamu, na dan decijih prava:

Za decija prava zagarantovana OUN i ukidanje ogranicenja kretanja
Za pravo boravka i legalizaciju

Jednaka prava su u Nemačkoj, nažalost, samo mrtvo slovo na papiru. Dečija prava propisana od strane OUN ne važe za izbeglice i preko 100.000 izbeglica koje čekaju da njihov status bude rešen, ne samo što žive u strahu od deportacije, oni ne smeju da napuštaju saveznu pokrajinu u kojoj žive, zbog ograničene slobode kretanja.

Krajnje je vreme za akciju! | Zbog toga zahtevamo od ovogodišnje ministarske konferencije ministara unutrašnjih poslova, u Potsdamu (20.–21. novembar), kao i od političara_ki Savezne republike da na 49.–u godišnjicu potpisivanja Deklaracije o dečijim pravima u okrilju Ujedinjenih nacija omoguće:

– Pravo boravka za sve – bez obzira na papire ili bez papira;
– Potpuno poštovanje deklaracija o ljudskim i dečijim pravima u Saveznoj republici;
– Ukidanje ograničenja kretanja;
– Rušenje ograda i zidova u Evropi, otvaranje vrata izbeglicama, i dobrodošlicu ljudima u nevolji.

DEUTSCH:
GLEICHE RECHTE FÜR ALLE!
INTERNATIONALE DEMO
20.11.08
17 UHR / POTSDAM / PLATZ DER EINHEIT

Auf die Straße gegen die Inneministerkonferenz in Potsdam anlässlich des Tags der Kinderrechte:

für die UNO-Kinderrechte und die Abschaffung der Residenzpflicht
für Bleiberecht und Legalisierung

Gleiche Rechte für Alle bestehen in Deutschland leider nur auf dem Papier. Die UNO-Kinderrechte gelten nicht für Flüchtlinge und über 100.000 Geduldete müssen nicht nur jahrelang in Angst vor der Abschiebung leben, sie dürfen nicht einmal ihr Bundesland verlassen, so will es die Residenzpflicht. UNO-Kinderrechte umsetzen|Bis heute behält sich die Bundesregierung z.B. das Recht vor, Kinder deutscher und nichtdeutscher Staatsbürgerschaft unterschiedlich zu behandeln. Flüchtlingskinder ohne vollständiges Aufenthaltsrecht haben deshalb in Deutschland nur eingeschränkte Rechte. Dies betrifft die Mehrheit der Flüchtlingskinder. Vor allem die Innenminister blockieren die volle Umsetzung der UNO-Kinderrechte, denn sie wollen weiterhin Minderjährige in Abschiebehaft nehmen können, zwangsweise „zurückführen“ und schon 16-Jährige ohne jede Hilfe in das Asylverfahren schicken. So gilt bis heute nicht einmal in allen Bundesländern die Schulpflicht für junge geduldete Flüchtlinge.

Versprochen ist Versprochen – Bleiberecht Jetzt|Für 100.000 Flüchtlinge, die oft seit Jahren in Deutschland leben, bedeuten die Kettenduldungen ein Leben auf Abruf. Das Bleiberecht von 2006/2007 sollte, so die Politik, dieses Problem lösen. Stattdessen werden jedoch aufgrund der strengen Auflagen nur einmalig ca. 30.000 Menschen „begnadigt“. Mehr als Einhunderttausend, darunter viele Kinder und Jugendliche, leben weiterhin als Menschen zweiter Klasse ohne Aufenthaltsrecht in Deutschland. Sie können jederzeit abgeschoben werden und das meistens über Jahre hinweg, egal ob ihre Kinder hier geboren werden, sie hier ihre Freunde haben und sie hier zur Schule gehen.

Residenzpflicht abschaffen|Das deutsche „Residenzpflicht“- Gesetz gibt es in dieser Art in keinem anderen europäischen Land. Es besagt, dass Asylbewerber_innen ihren Landkreis nicht verlassen dürfen. Klassenfahrten, Besuche bei Freunden,Verwandten oder von kulturellen und politischen Veranstaltungen hängen so von der Willkür der Mitarbeiter der Ausländerbehörde ab. Die Residenzpflicht im Zusammenspiel mit anderen beschränkenden Regelungen wie der Lagerunterbringung führt zur Isolation und dem gesellschaftlichen Ausschluss von Flüchtlingen.

Legalisierung Jetzt|„Der Pass ist das edelste Stück des Menschen“ – dieser zynische Spruch ist die bittere Wahrheit für Hunderttausende von Menschen, die in Deutschland leben. Sie sind „illegal“ in den Augen der Behörden und Gerichte, doch ihr Verbrechen besteht in ihrer bloßen Existenz auf deutschem Boden. Denn ihnen fehlt ein Stück Papier. Menschen ohne Papiere werden wie Kriminelle behandelt, leben jedoch oftmals schon seit vielen Jahren unbescholten in der Bundesrepublik. Dennoch müssen sie ständig befürchten, in Abschiebehaft genommen und abgeschoben zu werden. Ohne jeden rechtlichen Schutz sind sie ihrerseits völlig machtlos gegenüber Kriminalität, Ausbeutung, Armut und Krankheit. Handlungen wie z.B. das Anmieten einer Wohnung oder der Kita- und Schulbesuch werden nahezu unmöglich gemacht. Tagtäglich werden ihre fundamentalen Menschenrechte (wie sie z.B. die Europäische Menschenrechtskonvention formuliert) verletzt.

Es ist höchste Zeit für Taten! |Deshalb fordern wir die diesjährige Innenministerkonferenz in Potsdam (20.–21. November) sowie die Politiker_innen der Bundesrepublik am 49. Jahrestag der Unterzeichnung der Kinderrechte in den Vereinten Nationen auf:

– die Kinder- und Menschenrechtskonventionen der UNO vollständig in der Bundesrepublik umzusetzen;
– umgehend einen Abschiebestopp für alle Flüchtlinge zu verhängen;
– Zuwanderung ohne Rassismus und ein generelles Bleiberecht
umzusetzen;
– abgeschobenen Menschen die Rückkehr in ihre Heimat – die Bundesrepublik Deutschland – zu ermöglichen;
– die Residenzpflicht in Deutschland abzuschaffen;
– Menschen ohne Papiere ein Bleiberecht zu geben.

ErstunterzeichnerInnen: Aktionsbündnis Hier Geblieben!; Jugendliche ohne Grenzen (J.O.G.), J.O.G. – Bayern, J.O.G. – Berlin/Brandenburg, J.O.G. – Mecklenburg-Vorpommern, J.O.G. – Sachsen, J.O.G. – Hessen, J.O.G. – Hamburg, J.O.G. – Baden-Würtemberg; GRIPS Theater;
Flüchtlingsrat Berlin, Flüchtlingsrat Brandenburg; borderline-europe; Menschenrechte ohne Grenzen e.V.; Initiative für Begegnung Potsdam; Linksjugend [`solid] Brandenburg; Kathleen Hurwitz – Bundesfachverband UMF-Länderkoordinatorin Berlin; Volker Maria Hügel – Rechtsreferent der GGUA Flüchtlingshilfe – Vorstandsmitglied von PRO ASYL; Beratung, Unterstützung und Betreuung von jungen Flüchtlingen – BBZ Berlin; WeGe ins Leben e.V.; Berliner VVN-BdA; Netzwerk Selbsthilfe e.V.; Bernd Kudanek – Herausgeber und Redakteur der Monatsbroschüre WISP-spezial der (Berlin-)Weidener Initiative für soziale Politik (WISP); Harald Hahn – freiberuflicher Theaterpädagoge Berlin; Annika Hartmann; Hessischer Flüchtlingsrat; Sophie Arenhövel; Bayerischer Flüchtlingsrat ; Annette Herkenrath – Sprachwissenschaftlerin; Theater Pfütze Nürnberg; Malah Helman – www.berlin-off.de; Ulla Jelpke MdB, Innenpolitische Sprecherin Fraktion Die Linke; Verband für interkulturelle Arbeit (VIA) – Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V.; Jugendnetz Wetzlar, Taina Gärtner – Bezirksverordnete Friedrichshain-Kreuzberg, BÜ 90/Die Grünen – Ausschuss für Migration und Integration; Naturfreundejugend Deutschlands; Gesundheitsladen Berlin e.V. – Akademie auf Zeit; Dr. med. Wolfgang Fabricius „Solidarische – Ökonomie“ des Ökumenischen Netzwerks; LandesSchülerVertretung Berlin; Brigitte Benjes; AK Kraak; Dokumentationsstelle der Antirassistischen Initiative Berlin; Frauke Sonnenburg – Informations- und Kompetenzzentrum für die Flüchtlingshilfe (IKZ-EFF); Thomas Haug – emanzipart – Emanzipation und Partizipation durch dialogische Theaterarbeit; ver.di Bezirk Berlin; Constanze von Haller; Antje Grabenhorst; Sarah Diehl, Filmemacherin; Dipl.Ing. Dipl.Soz. Andreas Heilmann; Migrationsrat in Berlin-Brandenburg; Flüchtlingsrat Baden-Württemberg e. V; Philip Meade – ProNATs e.V.; Bremer Flüchtlingsrat; Edeltraut Pohl – Ausländerarbeit der Ev. Galiläa-Samariter-Kirchengemeinde Berlin; Prof. Dr. Manfred Liebel – European Network of Masters in Children‘s Rights (ENMCR); netzwerk-asyl-rendsburg; Sara Spennemann, Schauspielerin; Meike Herminghausen – GRIPS Theater – sabisa – performing change e.V.; Attac Berlin.