Donnerstag, 11.09., 18:00 Uhr
Start: Sendlinger-Tor-Platz
Ende: Mobilitätswendecamp (Luitpoldpark)
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Die aktuelle Bundesregierung macht eine Rolle rückwärts in der Klimapolitik. Gleichzeitig wird die repressive Zuspitzung in der Migrationspolitik weiter fortgeführt.
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WAS HAT DAS MIT DER IAA ZU TUN?
Die IAA steht dieses Jahr voll im Zeichen der Elektromobilität. Für die Produktion von Elektroautos werden riesige Mengen Kobalt, Lithium und Seltene Erden benötigt. Im Kongo, dem weltweit größten Kobalt-Lieferanten, arbeiten Kinder in Minen, Menschen schuften unter lebensgefährlichen Bedingungen, ganze Regionen werden verwüstet. Die Profite fließen nach Europa und China, die Kosten tragen die Menschen vor Ort.
Die Ausbeutung von Rohstoffen im Kongo ist eine Hauptursache für Flucht, da sie zu Umweltzerstörung, langanhaltenden Konflikten und Gewalt führt. Bewaffnete Gruppen kontrollieren den Abbau von Rohstoffen wie Gold, Coltan und Kobalt und nutzen ihnen zur Finanzierung ihrer Kämpfe.
Auch in anderen Ländern der Welt richtet der Abbau von Lithium und Seltenen Erden Umweltzerstörungen gewaltigen Ausmaßes an. Millionen von Menschen werden aus ihrer Heimat vertrieben.
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ÜBER WESSEN MOBILITÄT WIRD GESPROCHEN ?
Individuelle Elektromobilität ist also keine Lösung für die Klimakrise, sondern eine Fortschreibung der kolonialen Ausbeutung von Mensch und Natur im globalen Süden. Den Menschen, die vor den daraus entstehenden Konflikten fliehen, steht kein sicherer Weg nach Europa offen. Die wenigen, die es dennoch schaffen, müssen unter immer schwierigeren Bedingungen in Deutschland ihr Asylverfahren durchlaufen – an dessen Ende meist die Ablehnung und die Angst vor Abschiebung steht. So wurden 2024 in über 80% der Asylanträge aus der demokratischen Republik Kongo kein Schutzstatus erteilt – trotz der eskalierenden Gewalt in dem Land.
Die Verhinderung von Fluchtmigration nach Deutschland wird von der Politik mit offenen Rechtsbruch forciert: an den Schengen-Grenzen werden wieder Grenzkontrollen eingeführt und schutzsuchende Menschen zurückgewiesen. Urteile von Verwaltungsgerichten werden ignoriert, europäisches Recht seit Jahren gebrochen – und Innenminister Dobrindt feiert das als lange überfälliges “Durchgreifen” in der Migrationsabwehr.
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WIR BRAUCHEN KEINE IAA-MOBILITY
Wir wollen Bewegungsfreiheit für alle Menschen. Dazu gehört das Recht zu gehen und das Recht zu bleiben. Gründe für Flucht sind vielfältig, aber die menschengemachte Klimakatastrophe, die in wesentlichen Teilen auch von der Automobilindustrie mitzuverantworten ist, ist ein immer stärker werdender Faktor für Migration und Flucht.
Wir wollen eine lebenswerte Welt für alle – ohne Ausbeutung, teure Elektro-SUVs, militarisierte Grenzen und Kriege um Rohstoffe.
No Borders – No IAA