We’ll come united: Vortrag, Demo in München und Anreise zur großen Demo nach Berlin

Demonstration gegen die menschenfeindlichen Positionen in Asyl- und Migrationspolitik der deutschen Parteienlandschaft!

Zum zweiten Mal jährt sich im September der March of Hope vom Budapester Bahnhof Keleti. Tausende Menschen brachen gemeinsam Richtung Österreich und Deutschland auf und machten so ihr Recht auf Migration und Flucht gegen das EU Grenzregime geltend. Täglich kamen tausende Menschen am Münchner Hauptbahnhof an. Man sprach damals von einer einzigartigen Willkommenskultur sowohl in der Zivilgesellschaft als auch in der Politik. Zwei Jahre später hat sich viel geändert. Die erkämpften Routen, die damals geöffnet waren sind schon lange geschlossen und stattdessen versucht Europa die Grenzen effektiver denn je zu schließen. Während immer mehr Menschen auf der Fluchtroute sterben, erleben die wenigen die noch in Deutschland ankommen eine Asylrechtsverschärfung nach der Anderen. Gleichzeitig nehmen rassistische und polemische Hetze einen festen Bestandteil im politischen Diskurses ein. Für diese perfide Politik der letzten Jahre haben sich alle Parteien zu verantworten.
Doch noch immer gibt es Widerstand. Menschen setzen sich weiterhin in Bewegung, überqueren Grenzen, setzen sich ein für eine solidarische Gesellschaft und kämpfen gemeinsam für eine menschenwürdige Politik in Deutschland, Europa und weltweit.
We’ll come united ist das Motto unter dem sich der Protest verschiedenster Gruppen zusammengeschlossen haben und ihre Solidarität und Forderungen kurz vor der Bundestagswahl auf die Straße tragen wollen. Wir kommen vereint. Wir streiten weiter für die Anwesenheit der Geflüchteten und Migrant*innen. Wir protestieren gegen staatliche Verfolgung und Abschiebungen. Wir wehren uns gegen den neuen Rechtspopulismus und die alten Nazis. Gemeinsam wollen wir nach Berlin reisen und am 16ten September eine große antirassistische Parade der Solidarität in den Straßen feiern.
Doch dies allein reicht nicht. Neben der bundesweiten Demonstration in Berlin finden deutschlandweit dezentrale Aktionen als Teil der bundesweiten Kampagne statt. In keinem Bundesland herrscht jedoch eine so menschenverachtende Flüchtlingspolitik wie in Bayern. In keinem Bundesland sind Geflüchtete so stark von Repressionen, Arbeitsverboten, Abschottung, Abschiebungen, Kategorisierung nach guter und schlechter Bleibeperspektive und dem politisch herrschenden Klima der Diskriminierung und Ausgrenzung betroffen. Während vor zwei Jahren Geflüchtete noch jubelnd am Hauptbahnhof empfangen wurden, werden sie heute immer mehr in Abschiebelager isoliert und zermürbt. Was vor zwei Jahren die Willkommenskultur war ist heute der Abschiebekultur gewichen. Die solidarischen Stimmen aus der Zivilgesellschaft werden in Bayern bewusst übergangen. Die Proteste der Geflüchteten werden immer wieder aufs Neue deskreditiert und zerschlagen. Doch wir sind viele und werden unseren Widerstand kontinuierlich weiterführen.
Im Rahmen der bundesweiten, dezentralen Proteste der We’ll come
United Aktionswochen (welcome-united.org) wollen wir am 09. September
gemeinsam mit euch in München demonstrieren, um ein starkes Zeichen
gegen die menschenfeindlichen Positionen in Asyl- und Migrationspolitik
der deutschen Parteienlandschaft vor der Bundestagswahl zu setzen.
Außerdem laden wir euch zu der Veranstaltung „Alltagswiderstand und Solidaritätsstrukturen entlang der Balkanroute“ mit Gästen aus Thessaloniki und Belgrad zu den Kämpfen gegen das EU-Grenzregime am 07. September ein (https://www.facebook.com/events/106917169991553/).

Informiert und vernetzt euch mit uns auf dem Vortrag!
Lasst uns gemeinsam in München gegen die bayerische Parteienlandschaft protestieren!
Reisen wir gemeinsam nach Berlin!
We’ll come united.

Termine:
• 07. September | 20 Uhr | Bellevue di Monaco, Müllerstr. 2 in München |
Vortrag: Alltagswiderstand und Solidaritätsstrukturen entlang der Balkanroute

• 09. September | 12:30 Uhr | DGB-Haus, Schwanthalerstr. 64 in München |
Demonstration gegen die menschenfeindlichen Positionen in Asyl- und Migrationspolitik der deutschen Parteienlandschaft

09. September | 17 Uhr | CSU Landesleitung, Mies-van-der-Rohe-Str. 1 in München |
Demonstration gegen die menschenfeindlichen Positionen in Asyl- und Migrationspolitik der deutschen Parteienlandschaft

(Hinweis: Es gibt 2 Demos, weil alle Parteizentralen abgegangen werden, die von der CSU aber abseits liegt, ist das nochmal gesondert geplant)

• 15. September | Uhrzeit und Ort wird bekannt gegeben |
Busanreise von München nach Berlin

(Der Bus wird am Freitag, 15.09.17, vor dem DGB-Haus in München starten und Samstag Nacht wieder zurück kommen. Falls ihr mitfahren wollt oder Soli-Tickets für Mitreisende kaufen wollt, die nichts oder weniger bezahlen können, meldet euch bis zum 9.9. bei kontakt[at]karawane-muenchen.org, Normalpreis 35€, ermäßigt 10€, Soli soviel ihr wollt)

• 16. September | 13 Uhr | Bundesinnenministerium in Berlin |
Demonstration: We’ll come united, Antirassistische Parade