Demonstration gegen Abschiebungen nach Afghanistan – 21.01.2017 – 13 Uhr – Karlsplatz/Stachus München

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Abschiebungen in ein Land, das von Krieg gebeutelt ist, für das Reisewarnungen gelten und in dem noch nicht einmal deutsche Soldaten ihre Stützpunkte ausreichend  schützen  können? Undenkbar?- Für uns ja, aber die Bundesregierung und besonders auch die bayerische Staatsregierung sieht das anders! Am 14. Dezember 2016 wurden 34 Menschen aus Afghanistan vom Frankfurter Flughafen nach Kabul abgeschoben. Darunter waren acht Menschen aus Bayern. Die politisch verantwortlichen rechtfertigen ihre Abschiebepraxis in ein Kriegsland damit, dass es innerstaatliche Fluchtalternativen gäbe. Die Lage in Afghanistan ist aber tatsächlich katastrophal: Alleine im November 2016 gab es 5 große Anschläge mit über 50 Toten und unzähligen Verletzten. Zudem gibt es in Afghanistan bereits jetzt mehr als eine Millionen Binnenflüchtlinge, die unzureichend oder gar nicht versorgt und geschützt werden können.

Gegen diese Abschiebepolitik müssen wir kämpfen! Wir wollen keine Abschiebungen, nicht nach Afghanistan, nirgendwo hin! Wir solidarisieren uns mit allen Menschen, die für Bleiberecht einstehen und sich gegen Abschiebungen einsetzen! Schluss mit Abschiebungen – JETZT!

Daher rufen wir auf zu einer Demonstration in München auf, um ein Zeichen der Solidarität gegen Abschiebungen nach Afghanistan zu setzen und der bayerischen Landesregierung zu zeigen, dass wir ihre Abschiebepolitik unerträglich finden.

 

Wo: München Stachus

Wann: Samstag, 21.01.2017, 13 Uhr

Jugendliche ohne Grenzen – Karawane München

 

Demonstration against Deportations to Afghanistan

Deporting people to a country that suffers from war, a country which
travel warnings were announced for and not even German soldiers are
capable of protecting their bases? unthinkable? For us it is, but
the German government and especially the Bavarian government is of
different opinion. On 14. of December 2016 34 people from Afghanistan
were deported from Frankfurt airport to Kabul. Among them, 8 people came
from Bavaria. The responsible politicians justify this practice of
deportation to a war country by territorial means of escape. But the
situation in Afghanistan is actually catastrophic: Only in November 2016
there were 5 big attacks with over 50 dead people and numberless
casualties. Moreover in Afghanistan there are already more than a
million refugees within the country who are insufficiently or even not
provided or protected at all.
We have to fight against this practice of deportation! We don’t want any
deportations, not to Afghanistan or elsewhere! We show solidarity to all
people who stand up for a right of residence and against deportation!
Stop deportation – NOW!
Therefore Jugendliche ohne Grenzen and Karawane München call up for a
demonstration in Munich to show a signal of solidarity against
deportation to Afghanistan and to show the Bavarian government that we
absolutely refuse their politics of deportation.